Auf einen Blick: die Ergebnisse der „Meta CoP“

0

In regelmäßigen Abständen treffen sich VertreterInnen aller GEDIFO CoPs zur sogenannten „Meta CoP“. Hier haben sie die Möglichkeit, sich themenübergreifend auszutauschen, einander kennenzulernen und Inspiration für die betriebliche Praxis zu erhalten. Die Motivation der InteressensvertreterInnen ist hoch, ihre Anliegen sind dringlich, der Bedarf an Praxis-Austausch und Prozessbegleitung ist groß.

In den Sustainable Development Goals (SDG) der United Nations, die von allen Nationen – auch von Österreich – unterzeichnet wurden, finden sich alle GEDIFO Themen wieder. So verschreibt sich Ziel 3 dem Thema Gesundheit, fordert Ziel 4 angemessene Aus- und Weiterbildung und strebt Ziel 8 gute Arbeitsbedingungen an. Eine engagierte Gruppe von GEDIFO Members will diese Ziele auf die betriebliche Ebene herunter brechen und gemeinsam mit den MitarbeiterInnen konkrete Maßnahmen erarbeiten, die zur Erreichung der jeweiligen Ziele beitragen. Die TeilnehmerInnen wollen eine weitere Zusammenarbeit zwischen der CoP, dem UN Global Compact Netzwerk, ExpertInnen und Unternehmen erwirken und dabei die Erkenntnisse der anderen CoPs berücksichtigen.

Arbeit neu definieren
Das Thema „Rohstoff Arbeit“ (ehemals Leiharbeit) beschäftigt besonders viele BetriebsrätInnen und ExpertInnen. Die aktuelle Situation in den Betrieben ist bedenklich: Outsourcing, prekäre Beschäftigungsverhältnisse und zweifelhafte Benchmarking-Methoden machen den InteressensvertreterInnen zu schaffen. Die BetriebsrätInnen wollen im nächsten Zusammentreffen klare Zielsetzungen erarbeiten und Punkt für Punkt abarbeiten – mit den ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen und Mitteln. Den Austausch mit KollegInnen und ExpertInnen sowie die Prozessbegleitung im GEDIFO finden sie unersetzlich.

Eine Frage der Kultur
Um Vertrauen, Mitbestimmung und Wertschätzung geht es den BetriebsrätInnen und GewerkschaftsvertreterInnen der CoP Gesundheit & Soziales. Sie sprechen von einer aktuellen „Unternehmens-Un-Kultur“ im Bereich der Pflege- und Gesundheitsberufe, wo Angst, Kontrolle und extremer Arbeitsdruck vorherrschen. MitarbeiterInnen im Pflege- und Gesundheitsbereich zeichnen sich durch eine herausragende intrinsische Motivation aus, was aber auch zu einer hohen Burnout-Rate führt. Die InteressensvertreterInnen wollen die aktuelle Entwicklung nicht länger mitansehen und bei der Unternehmenskultur ansetzen, Bewusstsein schaffen und gemeinsam eine Verbesserung der Situation erreichen.

Wirksamkeit sicherstellen
Das Thema Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) ist nach wie vor akut. BetriebsrätInnen und ExpertInnen stellen unter anderem die Wirksamkeit der Evaluierung psychischer Belastungen in Frage – die Bedingungen in den Betrieben ändern sich so rasch, dass Maßnahmen zum Zeitpunkt, wo sie gesetzt werden, schon wieder veraltet sind. Eine Kooperation mit den jeweiligen Stakeholdern sowie ein kritisches Durchleuchten von Analyseverfahren, Maßnahmensetzung und Wirksamkeitsanalyse soll hier Abhilfe schaffen. Brennpunkte der BGF sind weiters das alternsgerechte Arbeiten, der „Kampf zwischen den Generationen“ und natürlich die Auswirkungen des digitalen Wandels.

About Author

Comments are closed.