Wer (er)findet die Formel zur Rettung der Welt?

0

Unlängst stolperten wir über folgende Gleichung, mit deren Lösung wir Tim Ringo zufolge – er ist Vizepräsident der SAP Cloud HR Line of Business – die Welt retten können: „Right people + right skills + right place + right time + right motivation = PEIP“ (wobei PEIP für Mitarbeitermotivation, Innovation und Produktivität steht). Das klingt doch plausibel?

Auf der Suche
Engagierte Führungskräfte, HR-Manager, CSR-Beauftragte, Experten, Interessensvertreter und selbst Mitarbeiter werden bestätigen, dass sie tagtäglich nach der Formel suchen, mit der sich diese komplizierte Gleichung lösen ließe. Eine Herausforderung, die sich anfühlen muss wie die Suche nach dem heiligen Gral, sind doch die ökonomischen und sozialen Gegebenheiten komplex: Globaler Wettbewerb, technologischer Wandel, erforderliches Produktivitätswachstum und die Interessen der Stakeholder machen es kompliziert.

Die tägliche Praxis
Die TeilnehmerInnen der fünf Communities of Practice des gedifo berichten aus ihrer täglichen Praxis: Führungskräfte lokaler Niederlassungen sind häufig damit beschäftigt, globale Zielvorgaben zu erreichen. HR-Manager wandeln im Schatten der Kostenstelle. CSR-Beauftragte haben relativ wenig Spielraum. Interessensvertreter sind damit beschäftigt, ihr neues Rollenbild zu definieren. Und die Mitarbeiter? Die befinden sich irgendwo zwischen Boringout und Burnout.

Mangelware soziale Kompetenz
Formel hin, Formel her. In den Organisationen fehle es vor allem an sozialer Kompetenz. Da ist von Diversität die Rede und davon, dass die individuellen Fähigkeiten und Arbeitsweisen der Mitarbeiter gefördert werden müssen. Da heftet man sich Werte wie Vertrauen, Kommunikation und Transparenz an die Fahnen. Da werden Soft Skill Trainings konsumiert und bemüht man sich um Kompetenzentwicklung. Für ein soziales Miteinander bleibt da real kaum Zeit.

Was genau ist soziale Kompetenz? Wer den Begriff in die Suchmaschine eingibt, wird zahlreiche Definitionen finden. Das Gabler Wirtschaftslexikon definiert ihn wie folgt:

1. kommunikative (Dialogfähigkeit), integrative (Konsensfähigkeit) und kooperative (Teamfähigkeit) Fähigkeiten eines Menschen, die aus der Sozialisation bzw. aus dem sozialen Lernen entstehen.

2. vorzügliche kommunikative Fähigkeiten, die im Zusammenhang mit Gruppen- und Teamarbeit, aber auch im Kontakt mit Kunden und Lieferanten (wachsende) Bedeutung erlangen.

Wer ist dafür zuständig?
Rufen wir uns nochmals Tim Ringos weltrettende Gleichung in Erinnerung: „Right people + right skills + right place + right time + right motivation = PEIP“. Soziale Kompetenz orten wir hier in mindestens drei Parametern. Wer aber ist zuständig? Die TeilnehmerInnen der CoP Kampagnen und Soziales finden, dass insbesondere BetriebsrätInnen soziale Kompetenz in ihre Unternehmen tragen sollten. Wie das genau funktionieren kann und welche Unterstützung die BetriebsrätInnen dafür brauchen, darum wird es bei unserem nächsten Treffen im Juni gehen. Interessierte und engagierte InteressensvertreterInnen sind herzlich eingeladen.

Unser nächstes Treffen: 31. Mai 2016
Kontakt: Dr. Ulrich Schönbauer – ulrich.schoenbauer@akwien.at

About Author

Comments are closed.