CoP Zeitarbeit: Betriebsräte müssen sich besser vernetzen

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Die Teilnehmer der CoP Zeitarbeit wünschen sich motivierte Kollegen, die sich ihrer Rolle als Brückenbauer bewusst sind und Leiharbeitskräfte über ihre Rechte aufklären.

„Das Gute an so einer CoP ist, dass sie einen „sicheren“ Rahmen bietet, wo wir offen über unsere Erfahrungen und Herausforderungen reden können“, sagen die Betriebsräte, die sich dem Thema Zeitarbeit widmen. Sie treffen einander regelmäßig und holen sich bei den Kollegen Anregungen für ihre tägliche Betriebsrats-Arbeit. Gemeinsam verfolgen sie ein Ziel: die Arbeitsbedingungen für Leiharbeitskräfte zu verbessern, die in Unternehmen oftmals benachteiltigt sind.

Handlungsbedarf bei banalen Dingen

Die EU-Richtlinie zur Gleichstellung und Gleichbehandlung habe zwar einiges bewirkt, es bedürfe aber einer Nachbearbeitung, sind die Betriebsräte einig. Handlungsbedarf bestehe vor allem bei den scheinbar banalen Dingen wie Essengutscheinen, Weihnachtsfeiern, Urlaubsansprüchen, Krankenständen. Diese Beobachtung deckt sich mit den Ergebnissen einer Studie der AK Oberösterreich, die im Herbst veröffentlicht wird.

Ein weiterer Wunsch der Betriebsräte ist, dass sowohl die Beschäftiger-Betriebsräte wie auch die Leiharbeitskräfte 14 Tage vor einer Rückstellung vorgewarnt werden. Häufig sei es in der Praxis nämlich so, dass niemand Bescheid wisse und daher keine Zeit bleibe, die Betroffenen über ihre Rechte zu informieren. Überhaupt gehe es um die Weitergabe von relevanten Informationen. So wüssten die wenigsten vom Sozial- und Weiterbildungsfonds: Leiharbeitskräfte erhalten im Falle einer Rückstellung oder Stehzeit von der Gewerkschaft 250 Euro bar auf die Hand. Es sei doch seltsam, dass sich dieses Geld kaum jemand abhole.

Betriebsräte als Brückenbauer

Letztlich seien die Betriebsräte diejenigen, die zwischen Leiharbeitskräften, Personalvertretungen, Geschäftsführungen und Gewerkschaften vermitteln können. „Viele Kollegen sind sich ihrer Rolle überhaupt nicht bewusst“, sind die Mitglieder der CoP Zeitarbeit überzeugt. Sie fordern, dass sich Betriebsräte besser vernetzen: „Als Betriebsräte müssen wir uns gute betriebsinterne sowie externe Netzwerke aufbauen.

Eine gute Möglichkeit zur Vernetzung bietet übrigens das GEDIFO Plenum am 2. Juli!

Kontakt: Ulrich.Schoenbauer@akwien.at

(Anmkg: die verwendete Form beinhaltet die männliche und weibliche Form gleichermaßen)

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