Betriebliche Bildung als Betriebsratsaufgabe

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Den Anteil an gering qualifizierten Personen zu senken und damit das Qualifikationsniveau zu erhöhen, ist ein schon oft formulierter Wunsch von Gewerkschaften und Arbeiterkammern. Aber es ist nicht einfach, die richtigen Maßnahmen dafür zu finden. Eine neue Überlegung geht dahin, die Belegschaftsvertretung einzubinden.

Formal gering qualifizierte Personen sind mit herkömmlichen Bildungsangeboten schwer zu erreichen. Werbungen in Zeitungen und Zeitschriften, in Verkehrsmitteln und dergleichen sprechen diese Zielgruppe kaum an. Es braucht neue Wege. Was liegt also näher, als sie an ihrem Arbeitsplatz zu kontaktieren.

Da sich die Existenz von Betriebsräten tendenziell positiv auf die betriebliche Weiterbildung auswirkt, könnten betriebliche Interessenvertretungen als Multiplikatoren eingebunden werden. Betriebsratsmitglieder sind wahrscheinlich besser in der Lage, gering qualifizierte Personen am Arbeitsplatz anzusprechen als betriebsfremde Bildungsanbieter. Allerdings müssen die Betriebsräte für diese Aufgabe sensibilisiert und von Gewerkschaften und Arbeiterkammern unterstützt werden.

Siehe Blog Arbeit & Wirtschaft: http://goo.gl/AqIbF8

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