Neue Ansätze für die betriebliche Bildung gesucht

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Die Situation auf dem Arbeitsmarkt wird für Menschen ohne Berufsabschluss immer schwieriger. Deshalb, so meinen Petra Völkerer und Ilse Leidl-Krapfenbauer von der Arbeiterkammer Wien, sei für geringqualifizierte Personen die Aus- und Weiterbildung im betrieblichen Umfeld besonders wichtig. Allerdings haben es diese Personen selbst in Betrieben schwer, Zugang zum Weiterbildungsangebot zu finden.

Studien zeigen, dass die Beteiligung an Weiterbildungen mit dem Bildungsgrad steigt. Während Personen mit Pflichtschulabschluss eine Weiterbildungsbeteiligung von 24 Prozent aufweisen, ist die Beteiligung bei Hochschulabsolventen bei 69 Prozent. Umso wichtiger sei es deshalb, dass Betriebe jene Personen, die von selbst selten Weiterbildungsangebote in Anspruch nehmen, besonders fördern, denn in Österreich hat die Hälfe der Arbeitssuchenden, das sind etwa 150.000 Personen, maximal einen Pflichtschulabschluss.

Um Personen mit Pflichtschulabschluss zu Weiterbildungen zu motivieren, benötigt es neben passenden Angeboten auch eine finanzielle Unterstützung. Viele Menschen können sich Weiterbildungen schlichtweg nicht leisten. Sinnvoll wäre es auch, wenn diese Personen erreicht werden könnten, bevor sie arbeitslos werden. Da herkömmliche Werbebotschaften nur einen Bruchteil der Betroffenen ansprechen, soll ein neuer Ansatz gefunden werden. Die Einbindung von betrieblichen Interessenvertretungen, also von Betriebsräten, könnte so ein Ansatz sein.

Wer Weiterbildungsthemen mit Betriebsratsmitgliedern diskutieren möchte, möge sich mit Ulrich Schönbauer (ulrich.schoenbauer@akwien.at) von der Arbeiterkammer Wien in Verbindung setzen.

Siehe Blog Arbeit & Wirtschaft: http://goo.gl/HdAkwQ

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