Was ist los im Gesundheits- und Sozialsystem?

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Pflegekräfte sind stärker als andere Berufsgruppen körperlich und psychisch belastet.

„Niemand bestreitet einen Handlungsbedarf im Gesundheitswesen“, kommentiert Johann Kalliauer, Präsident der AK Oberösterreich, die aktuelle Debatte um den Ärztemangel und fordert dabei eine deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Entlohnung in den Pflegeberufen.

Tatsächlich klagen Pflegekräfte deutlich stärker über körperliche und psychische Belastungen als andere Berufsgruppen. Das belegen aktuelle Zahlen einer IFES-Umfrage zum Thema Spitalsreform. Hauptproblem seien für 74 Prozent der Betroffenen Zeitdruck und Stress. 59 Prozent beklagen die Personalknappheit. 56 Prozent sind belastet durch schweres Heben und Tragen. 58 Prozent klagen über zunehmende bürokratische Anforderungen und sachfremde Tätigkeiten, deren Zeitaufwand ihnen für die Pflegearbeit fehle. 59 Prozent rechnen mit einer weiteren Verschlechterung des Arbeitsklimas.

„Die erhobenen Belastungen müssen in Organisationsreformen, Veränderungen in der Bürokratie und in einer massiven Anpassung des Pflegeschlüssels – also mehr Personal – münden“, so Kalliauer. Eine gerechte Bezahlung dieser für die Gesellschaft wichtigen Arbeit sei „mehr als fair“.

Die CoP Kampagnen des GEDIFO setzt sich für eine Verbesserung der Situation in den Gesundheits- und Sozialberufen ein. Am 9. September wollen engagierte BetriebsrätInnen gemeinsam eruieren, was denn eigentlich los ist in unserem Gesundheits- und Sozialsystem. Und gemeinsam herausfinden, welche Schritte und Maßnahmen Abhilfe schaffen können.

Kontakt: Uli Schönbauer

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