Sprung-Kraft

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Ständige Umstrukturierungen gehören heute zur betrieblichen Realität. Bei den Belegschaften verursachen sie nicht selten ein Gefühl von Unsicherheit, das zu einer Ohnmachts-Phase führen kann. Solche Phasen sind geprägt von Emotionen wie Ärger, Angst, sogar Scham.

Damit Veränderungsprozesse von den Betroffenen mit der nötigen Energie getragen werden, müssen sie Sinn machen. Und Sinn kann nicht verordnet werden, sondern ergibt sich aus der emotionalen Auseinandersetzung mit der anstehenden Veränderung. Routinierte Führung kann dazu beitragen, dass die bekannten Veränderungsstufen von Wut, Angst und Trauer in Neugierde, Freude (und Schaffenskraft) übergehen. Dazu zählt die Fähigkeit, in psychisch belastenden Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren und sicher zu agieren. In einem Experiment mit Fallschirmspringern wurde nachgewiesen, dass Routiniers mit Stress-Situationen deutlich besser umgehen als Anfänger. Während unerfahrene Springer sozusagen ins Ungewisse springen und infolge ihrer Erregung eine eingeschränkte Handlungsfähigkeit aufweisen, greifen routinierte Springer auf ihren Erfahrungsschatz zurück und können in der Belastungs-Situation angemessen handeln.

Sprungkraft trainieren

Im Unternehmenskontext bedeutet dies, dass BetriebsrätInnen ihre Belegschaften in schwierigen Zeiten der Veränderung mittragen müssen. GEDIFO schafft Reflexions- und Coachingräume, wo engagierte BetriebsrätInnen ihre Erfahrungen austauschen, voneinander profitieren und gemeinsam praktische Handlungsanleitungen erarbeiten. Durch das gegenseitige Mentoring und Coaching, ebenso wie durch relevante Experten-Inputs, erweitern die Beteiligten ihren Erfahrungsschatz, erwerben praktisch erprobtes Wissen im Umgang mit Veränderungsprozessen und trainieren auf diese Weise ihre Sprungkraft.
Foto: Elle

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