Mehr ist mehr.

0

Da haben wir es: „Wenig Bildung heißt kürzer leben“, titelte die österreichische Tageszeitung Kurier in ihrer Samstag-Ausgabe. Bei den Gesundheitsgesprächen in Alpbach wurden aktuelle Daten aus Schweden präsentiert, die klar besagen, dass die Lebenserwartung mit dem Bildungsniveau ansteigt.

So leben sozial schwache Gruppen den Erhebungen zufolge 20 Jahre mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen, während die bestgestellte Bevölkerungsschicht nur zwölf Jahre gesundheitlich beeinträchtigt ist. Erschreckend ist aber auch, dass sich 20 Prozent der Mütter mit einem niedrigen sozialen Status wenig mit ihren dreijährigen Kindern befassen, kaum mit ihnen reden oder ihnen vorlesen, weil sie denken, dies habe ohnehin keine Auswirkung auf die weitere Entwicklung der Kinder.

In Alpbach plädierte man erwartungsgemäß für Fairness und wies auf die moralische Verpflichung gegenüber der Gesamtbevölkerung hin. Wieder einmal gelte es, Ungleichheiten zu verringern. Glaubt man der Politik und jüngsten Wahlplakaten hierzulande, sollte der Bildung künftig ja ohnehin ein hoher Stellenwert eingeräumt werden. Und verantwortungsbewusste Manager sind bestimmt auch dafür, in betriebliche Bildung zu investieren. Es herrscht Handlungsbedarf, Taten sind gefordert, nicht nur Worte.

Womit wir direkt bei der Mission der CoP Betriebliche Bildung wären: allen ArbeitnehmerInnen und insbesondere den bildungsbenachteiligten Gruppen den Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Da den Betriebsräten klar ist, dass der Weg dorthin noch ein weiter ist, haben sie sich als erstes Teilziel die Bewusstseinsbildung gesetzt. Immerhin gibt es ein klares Echo aus Alpbach. Stellt sich die Frage, wie tatkräftig Entscheidungsträger und auch Betroffene in nächster Zeit sein werden. Dass es sich um ein lebenswichtiges Thema handelt, sollte langsam klar sein.

About Author

Comments are closed.