Mach’s einfach!

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„Der genialste Werbespruch, den ich kenne, ist das „Just do it“ von Nike. Denn dieses – salopp übersetzte – „Machs einfach!“spart die Grübelphase aus. Anstatt zu hadern, hinauszuzögern und Ausreden zu finden geht es schlicht darum, es zu tun“, schreibt die Autorin Gitte Härter auf ihrem Blog.

Tatsächlich springt unser Gehirn sofort an, wenn wir etwas tun „wollen“. Verfallen wir dann allerdings in die berühmte Grübel-Phase, sabotieren wir unser Vorhaben mit negativer Denke und stehen uns selbst im Weg. Gedanken wie „Ich bin unsicher“, „Ich halte das für unmöglich“, „Das wird unerfreulich“ machen uns einen eiskalten Strich durch die Rechnung. Sicher, manchmal ist es sogar gemütlich, in der Gruppe mit Gleichgesinnten ein wenig zu lamentieren – über die Situation im Betrieb, über die Unwilligkeit der Führungskräfte und die mangelnde Motivation in der Belegschaft. Nach 2 Stunden verlassen wir dann das Meeting, ein wenig erleichtert, aber unverrichteter Dinge. Und kehren in unsere alte Struktur zurück. Dieses Phänomen beobachten wir auch oft in klassischen Seminar-Formaten. Während des Seminars sind wir hellauf begeistert und voller Tatendrang, sobald wir wieder in unserem täglichen Arbeitsumfeld sind, haben sich alle guten Vorsätze in nichts aufgelöst und fallen wir in unseren Trott zurück…

Wie uns die Erfahrung in den letzten zwei Jahren im gedifo gezeigt hat, lassen sich aus gemachten Frustrations-Erfahrungen durchaus sehr konkrete und konstruktive Schritte für die betriebliche Praxis ableiten. Der Trick dabei ist ganz einfach: Sobald wir unsere Erfahrungen, Gedanken und Ideen nicht nur formulieren sondern im selben Atemzug in konstruktive, umsetzbare Praxis-Schritte umwandeln, werden wir handlungsfähig und können unsere Situation tatsächlich verbessern. Die Präsenztreffen unserer CoPs haben sich im Laufe der Zeit folglich zu fokussierten Gruppenreflexionen entwickelt. Alles, was es dazu braucht, sind engagierte TeilnehmerInnen und eine professionelle Moderation. Die Sinnhaftigkeit unserer Vorgangsweise wurde durch eine Aussage der Members unserer CoP „Kampagnen“ bestätigt, die da meinten: „Das Coaching in der CoP hilft uns, unsere Frustration in positiven Tatendrang umzuwandeln.“

Wie auch Frau Härter in ihrem Blog formuliert: „Richten wir doch lieber unseren Ideenreichtum darauf, wie wir das, was wir gerne umsetzen möchten, erreichen können. Das Schöne ist, dass wir auf diese Weise eine Mach’s einfach-Mentalität einüben und ins Tun kommen.“

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